News --- Rick Wright - Der Mitbegründer von Pink Floyd ist im Alter von 65 verstorben (15. 9. 2008)
Rick Wright
Der Mitbegründer von Pink Floyd ist im Alter von 65 verstorben
Richard Wright (besser bekannt als Rick Wright) ist am 15. September 2008 im Alter von 65 Jahren nach kurzem Leiden an Krebs gestorben, wie ein Sprecher seiner tieftraurigen Familie bekannt gegeben hat. Rick Wright, der u. a. das Spielen von Hammondorgel, Klavier, Mellotron, Vibraphon und verschiedensten Synthesizern beherrschte, gründete schon im Jahr 1965 mit Syd Barrett, Roger Waters und Nick Mason eine Band namens The Pink Floyd Sound – jene Urformation, aus der bald Pink Floyd werde sollte, eine der erfolgreichsten Bands der Pop- und Rockgeschichte. Der Autodidakt prägte als Keyboarder, Klang-Experimentator und Sound-Tüftler entscheidend den kosmischen, psychedelischen Sound von Pink Floyd, ob nun auf dem 1967er Albumdebüt The Piper At The Gates Of Dawn oder auf 1970er-Jahre-Kultalben wie Atom Heart Mother (1970), Meddle (1971), Dark Side Of The Moon (1973) oder Wish You Where Here (1975). Mitunter trat er auch als Sänger („Astronomy Domine“) oder Backing Vokalist in Erscheinung, und komponierte mit „Us And Them“ und „The Great Gig In The Sky“ zwei zentrale Songs auf dem Floydschen Klassiker Dark Side Of The Moon, einer der erfolgreichsten Langspielplatten überhaupt. 1978 und 1996 veröffentlichte der Musiker mit Wet Dream und Broken China zwei Soloalben, die an den Erfolg seiner Band aber nicht heranreichen konnten. Obwohl bis heute die unüberbrückbare Feindschaft zwischen David Gilmour und Roger Waters alles andere bei Pink Floyd zu überschatten scheint, war es Rick Wright, der von Waters schon während der Aufnahmen des Langspielers The Wall (1979) aus der Band geworfen wurde; aus Loyalität ging er dann aber doch wieder als Lohnmusiker mit der Band auf Tournee. Nach dem bitteren Abgang von Roger Waters schloss sich der Keyboarder Pink Floyd erneut voll an und arbeitete mit der Band schließlich am finalen Studioalbum The Division Bell (1994), für das er als Co-Autor von gleich fünf Songs fungierte und bei einem Stück auch wieder als Leadsänger antrat. Im Anschluss gingen Pink Floyd (ohne Roger Waters) noch einmal auf eine bombastisch inszenierte Konzertreise, die auf dem überperfekten Live-Album Pulse (1995) dokumentiert ist. Im Juli 2005 konzertierte Rick Wright beim „Live 8“-Benefiz-Festival in London erstmals seit 1981 wieder mit David Gilmour, Roger Waters und Nick Mason gemeinsam für eine knappe Viertelstunde als Pink Floyd, es sollte das allerletzte Mal sein. Danach begab er sich mit David Gilmour auf eine kurze Tournee für dessen 2006er Studioalbum On An Island. Das dabei aufgenommene Konzertalbum Live In Gdansk mit grandios schwelgenden Live-Versionen von Floyd-Klassikern und Solostücken von Gilmour erscheint am Freitag, den 19. September – jetzt auch als finales musikalisches Statement von Rick Wright. Eine Wiedervereinigung von Pink Floyd, die David Gilmour vor kurzem erst wieder in Interviews kategorisch ausgeschlossen hat, wird es nun definitiv nicht mehr geben. Richard Wright möge ruhen in Frieden.
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