Die meisten englischen Gitarrenpopbands kennen beim zweiten Album nur einen Weg: den direkten zum Tor. Entweder du schaffst es richtig oder du spielst danach bald wieder in irgendeinem Pub, denn die Konkurrenz schläft nicht, und sie ist groß. Wie schon ihre Kollegen von den Kaiser Chiefs lassen deshalb nun auch The Kooks aus Brighton einem sympathisch ungestümen und sehr erfolgreichen Erstlingswerk (Inside In/Inside Out, 2006) eine Platte folgen, die etwas weniger ungestüm klingt und, wenn es nach den Machern und ihrer Plattenfirma geht, noch viel erfolgreicher werden soll. Die Mühe, die sich die Jungs um Luke Pritchard dafür gemacht haben (angeblich sind über 80 Songs entstanden und in endlosen Sessions im titelgebenden „Konk“-Studio ausprobiert wurden), merkt man dem Album zum Glück an kaum einer Stelle negativ an. Der Sound und die Instrumente klingen immer noch ungezwungen und demonstrativ unperfekt nach Proberaum. Dafür sind die Refrains und Riffs umarmender und massentauglicher geworden. Das Ass im Ärmel der Band sind dabei ihre gute Laune machenden Melodien, ob sie nun vom Sänger oder von einer der Gitarren kommen. Neben rockigen Krachern wie „Do You Wanna“ oder „Always Where I Need To Be“ setzen The Kooks dabei auch zunehmend auf ruhigere Töne. Gut die Hälfte von Konk ist Midtempo-Poprock, dazu kommen sentimentale Balladen wie „Gap“ oder die abschließende Katernummer „Tick Of Time“ zur Akustik-Gitarre. Trotz ein, zwei kleinen Durchhängern gute Unterhaltung. Die Pub-Karriere kann warten.
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